„Nachhaltigkeit ist nicht genug.“

Sagt Marie-Sophie Buxbaum in ihrem absolut lesenswerten Buch „Mode und Ethik“. Sie spricht damit an, dass Mode nicht nur ökologisch, sondern auch ethisch, korrekt gestaltet und produziert werden sollte, um wirklich einen faktischen Unterschied zur verwerflichen Sparte der Modeindustrie darzustellen. Soziale Aspekte wie die Behandlung, die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung aller Arbeiter entlang der Produktionsketten müssen, ebenso wie die ökologische Nachhaltigkeit der Kleidung, ihrer Meinung nach gewährleistet sein.

Leider gibt es bislang nur wenige Siegel, die ökologische und soziale Standards gewährleisten, hierzu gehört eines der bekanntesten Siegel „GOTS“ (Global Organic Textile Standard) und das, durch den Erfolg des eben genannten etwas in den Hintergrund getretenen, „IVN Best“ Siegel.

„Nachhaltigkeit ist (also) nicht genug.“ Allerdings sind wir von aethic der Überzeugung, dass auch ökologische und soziale Standards noch nicht ausreichen. Erst wenn das Produkt auch ästhetisch hochwertig und langlebig gestaltet und verarbeitet ist, kann es über Jahre hinweg gerne getragen werden, und somit seiner nachhaltigen Herstellung auch im Gebrauch gerecht werden. Es gilt hier Bekleidung zu schaffen, die schnelllebige Trends überdauern kann.
Eine zusätzliche Möglichkeit ist es hochwertige und langlebige Materialien zu nutzen, die exklusive Eigenschaften für den Konsumenten bieten, sodass der Träger die Teile überhaupt nicht wieder hergeben möchte. Ein Beispiel wäre hier ein schlichter Kaschmirpullover. Auch Handarbeit traditionell oder innovativ kann ein solches Lieblingsstück entstehen lassen. Gerade wenn dann noch Tradition und eine besondere Geschichte, wie bei ZURITA hinzukommen entstehen Kleidungsstücke, denen man besondere Wertschätzung entgegen bringt.

Ökologische, soziale und ästhetische Ansprüche müssen also immer im Zusammenschluss betrachtet werden. Erst dann entstehen wahrhaft nachhaltige und ethische Bekleidungsstücke, die auch in ihrem Gebrauch nachhaltig sind.