KARIN FRAIDENRAIJ

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Die gebürtige Argentinierin Karin Fraidenraij hat nach ihrer Modelkarriere zur Modedesignerin umgeschult und betreibt seit 2009 ihr gleichnamiges Label in München, das sich dem Slow Fashion Prinzip verschrieben hat und wunderbar moderne Strickteile aus ‚Kamelidenwolle‘, von Lama, Cashlama und Alpaka, in Südamerika produziert – unter fairen Arbeitsbedingungen und teilweise noch von Hand. Der per se nachhaltige Rohstoff wird in Bergdörfern in den Anden verarbeitet, sodass der traditionelle Lebensraum von Mensch und Tier erhalten bleibt. Hier trifft Tradition auf urbanen Zeitgeist, der sich in schlichten Silhouetten zeigt, die durch feine Details in Mustern und Farben sowie anhand authentischer Unregelmäßigkeiten ihren besonderen Reiz entfalten.

 

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Karin Fraidenraij A/W 16
Karin Fraidenraij A/W 16

Bei der Herstellung von KARINFRAIDENRAIJ Strickmode achten wir besonders darauf, den ethischen Vorgaben einer nachhaltigen Produktion gerecht zu werden. Dies betrifft gleichermaßen die soziale Fairness und das ökologische Bewusstsein. Auf dieser Basis entsteht unsere Mode von hoher Qualität.

Grundlage für unsere hochwertige Strickmode ist die feine Wolle von Lamas und Alpakas, Tiere, die den extremen Bedingungen des andinen Lebensraums optimal angepasst sind. Die oft spärliche Nahrung können sie über ein hocheffektives Verdauungssystem nahezu verlustfrei in Energie umwandeln. Darüber hinaus zerstören Lamas und Alpakas im Gegensatz zu Schafen und Ziegen weder Gräser noch Flechten, da sie das Wurzelwerk im Boden zurücklassen. Auch tragen sie, bedingt durch die weiche Zehenpolsterung nicht wie Schafe und Ziegen mit ihren harten Hufen zur Bodenerosion bei.
Die feine Wolle von Lamas und Alpakas wird bewusst vor Ort weiter veredelt. Mit der Schur beginnt ein langer Verarbeitungsprozess bis hin zum fertigen Wollgarn. Anfangs wird die Schurwolle von Hand nach Farbe und Qualität sortiert. Anschließend wird die Rohwolle maschinell mit riesigen Kämmen trocken von Grobschmutz gereinigt. Darauf folgt ein mehrstufiger Waschvorgang. Zum Schutz der Umwelt werden hierfür biologisch abbaubare Seifen eingesetzt. Das anfallende Abwasser wiederum wird aufbereitet und sauber in den Kreislauf zurückgeführt, ein aktiver Beitrag gegen die zunehmende Verknappung von Trinkwasser in den Anden. Nach dem Trocknen werden die Garne zumeist maschinell gesponnen, fein säuberlich gewickelt und als so genannte Wollgarn-Tops abgepackt.

 

Karin Fraidenraij A/W 15
Karin Fraidenraij A/W 15

Da die Herstellung von Garnen, Stoffen und Kleidungsstücken aus Lama- oder Alpakawolle vielen Menschen Beschäftigung bietet, kann die Textilindustrie in den Entwicklungsländern Lateinamerikas dazu beitragen, eine zunehmende Zahl an Arbeitsplätzen zu sichern. Geschieht dies unter fairen Bedingungen, ist dies gleichbedeutend mit einer Verbesserung des Lebensstandards für die beteiligten Familien. Da es sich bei den beschäftigten Facharbeitern meistens um Frauen handelt, wird auch die Position der Frau gestärkt. In den kooperierenden Betrieben gelten übertarifliche Löhne, Arbeitszeiten sind geregelt, es besteht Versicherungsschutz und Beiträge zur Alterssicherung werden geleistet.

 

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PRESSETEXT & BILDER: www.karinfraidenraij.com