Im Interview mit Hanna und Julia von Dzaino

Im Interview mit Hanna und Julia von Dzaino

 

Taschen aus lokaler, fairer, transparenter, sozialer und umweltfreundlicher Produktion. Dzaino macht es als ein nachhaltiges Upcycling-Label möglich. Aus alten Textilabfällen und -resten entstehen bei Dzaino moderne Taschen mit einem klar reduzierten Look, die beweisen, dass ein altes Textil nicht sofort entsorgt werden muss. Wie das Ganze funktioniert, haben uns die Gründerinnen von Dzaino, Hanna und Julia, in einem Interview mit Laura Mitulla vom Blogazine ‚The OGNC‘ genauer erklärt.

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Hanna und Julia, stellt Euch doch bitte kurz einmal vor.

Hi, wir sind Hanna und Julia, Freundinnen seit über 13 Jahren. Wir haben uns ins Hamburg an der AMD kennengelernt. Später haben wir beide in Bremen Integriertes Design studiert (das ist eine Mischung aus Mode-, Produkt- & Grafikdesign). Arbeitserfahrungen haben wir in den Bereichen Film, Fotografie, Theater, Grafik, Upcycling Design und Yoga. An Dzaino haben wir nebenberuflich mehr oder weniger als Hobby im Jahr 2015 angefangen zu arbeiten.

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Credits: Go Daddy
Credits: Go Daddy

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Was bedeutet eigentlich der Name ‘Dzaino’ oder wie seid ihr auf den Namen gekommen?

Dzaino kommt von dem italienischen Wort „zaino” (Rucksack). Die koreanischen Zeichen 자이노 (dza-i-no) haben wir ins Logo integriert, weil wir sie schön finden. Italien und Korea sind zwei Länder, die uns persönlich und auch professionell inspirieren. Hanna ist Halbkoreanerin und Julia hat in Italien studiert. Bei der Namensfindung haben wir alles was uns inspiriert gesammelt und Dzaino ist entstanden. Wir lieben es, wie mittlerweile viele „Designo“ sagen und der Designaspekt damit automatisch mit aufgenommen wird.

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Jasmine Deporta - 2
Credits: Jasmine Deporta

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Euer Label Dzaino beschäftigt sich mit dem Thema Upcycling. Wie seid ihr darauf gekommen, bereits vorhandene Stoffe/Materialien zu verwenden?

Das kam einerseits durch die Arbeit bei Re;code, einem koreanischen Re-design Label, die sehr
hochwertige Upycling Mode herstellen. Gleichzeitig ist es aber auch aus unserer Leidenschaft
entstanden mit vorhandenen Materialien zu arbeiten. Wir finden es immer toll etwas in der Hand zu haben und dann erst zu gucken, was man daraus machen kann. Da wir in der nachhaltigen Modeszene verankert sind, sind uns die Zahlen der Textilmüllproduktion bekannt. Die Verantwortung liegt beim Designer, finden wir. Was anderes kam also nicht in Frage.

Sind Eure Produkte 100% Upcycling oder müsst ihr manchmal auch zu neuen Materialien greifen? Wenn ja, welche sind das?

Bei den Reißverschlüssen müssen wir leider noch eine Ausnahme machen. Da wir Hosen upcyclen, die aber nicht so lange Reißverschlüsse haben wie unsere Taschen sie benötigen, sind diese keine Upcyling Produkte. Wobei wir allerdings dabei sind, auf PET recycelte Reißverschlüsse umzustellen!
Die Verantwortung liegt beim Designer.

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Credits: Daniel Weigel
Credits: Daniel Weigel

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Eure Produktion ist lokal, fair, transparent, sozial und umweltfreundlich. Wie setzt ihr alle Punkte um?

Wir produzieren ausschließlich in Berlin. Alle Transportwege und Lieferungen der Produktion
werden innerhalb Berlins mit Fahrradkurieren erledigt. Alle Produktionsschritte sind auf
unserer Website erklärt und unsere Kooperationspartner und Werkstätten legen wir transparent in unserer Kommunikation und auf der Intenetseite dar.
Die Werkstätten, mit denen wir zusammenarbeiten, sind faire und soziale Werkstätten für
Menschen mit Behinderungen. Diese haben wir bewusst anstelle von herkömmlichen Schneidereien ausgewählt. Alle POS Materialien, Büromaterialien, Kooperationspartner, Onlineshop Lieferanten werden nach ökologischen und umweltschonenden Kriterien ausgewählt. Zum Beispiel drucken wir unsere Postkarten nur auf Recyclingpapier mit einer Druckerei in Berlin.

 

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