Better Cotton Initiative (BCI)

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Die Better Cotton Initiative (BCI) wurde 2009 von großen Markenfirmen wie Adidas, Gap, H&M, Ikea gemeinsam mit NROs, darunter WWF und PAN, gegründet. Die Standards ihres Produktsiegels stellen eine Verbesserung zum konventionellen Baumwollanbau dar, richten sich aber nicht nach den Kriterien der biologischen Landwirtschaft.

MSI-Siegel mit vielen Vertretern der Privatwirtschaft, gilt für Geltungsbereich 1 (Rohstoffproduktion)

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Soziale Kriterien: lückenhafte Standards

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  • ILO-Kernarbeitsnormen* (*dazu gehören Verbot von Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Diskriminierung am Arbeitsplatz)
  • kein existenzsichernder Lohn; nur gesetzlicher Mindestlohn
  • keine Regelung zu Arbeitszeit und Überstunden
  • wenige Bestimmungen zu Sicherheits- und gesundheitlichen Maßnahmen
  • keine Aus- und Weiterbildungsangebote für Management und ArbeiterInnen
  • keine unabhängige lokale Beschwerdestelle für ArbeiterInnen
  • keine Preisaufschläge für BCI-Baumwolle zur Sicherung der Existenzgrundlage von Baumwollbauern

Ökologische Kriterien: durchschnittlich geringe Anforderungen

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  • Fokus auf konventionellen Baumwollanbau nach eigenen Prinzipien
  • genmanipuliertes Saatgut erlaubt
  • relativ nachhaltiger Umgang mit Wasser und Böden
  • Reduktion von Agrarchemikalien und Liste mit verbotenen/erlaubten Chemikalien vorhanden

Effektivität durch Kontrollen: durchschnittliche Ansätze

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  • Einbeziehung von Stakeholdern ist gewährleistet
  • kein internes Monitoring durch die BaumwollproduzentInnen
  • keine unabhängigen Kontrollen der Management-Audit-Systeme der jeweiligen Mitgliedsunternehmen durch BCI
  • BaumwollproduzentInnen evaluieren sich selbst nach den BCI Standards; Selbsteinschätzungen werden durch die BCI-Arbeitsgruppe überprüft
  • Stichprobenartige Verifizierung durch BCI-PrüferInnen
  • kein Beschwerdemechanismus für ArbeiterInnen

Transparenz: durchschnittliche Standards

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  • keine verständliche Veröffentlichung der sozialen und ökologischen Kriterien, deren Überprüfungsverfahren oder Ergebnisse nach außen; jedoch auf Ebenen der Initiative und der Produzenten
  • Prozess der Umsetzung der Kriterien werden von BCI bis zur Entstehung der Baumwoll-Ballen verfolgt, die mit einem Code versehen werden
  • Siegel an den Kleidungsstücken aus entsprechender Baumwolle

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Unsere Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben. Die Inhalte basieren auf Texten der Christlichen Initiative Romero und FEMNET e.V. Einige Details stammen aus den Untersuchungen der Arbeiterkammer Oberösterreich bzw. der Bewertung durch BSD Consulting und GET CHANGED! The Fair Fashion Network (Stand 2013).
Die Bewertung der Siegel erfolgt nach subjektiver Einschätzung, vereinfacht dargestellt durch eigens kreierte Symbole, und dient der Orientierung bei der Differenzierung und Klassifizierung der verschiedenen Textilsiegel.
Das Infomaterial dazu ist zu finden unter > Info Platforms

Illustrationen: UTA