Fair Wear Foundation (FWF)

fairwear_223px140pxDie Fair Wear Foundation ist eine unabhängige Non-Profit Organisation mit Fokus allein auf die Verbesserung und Überprüfung der Arbeitsbedingungen in der verarbeitenden Modeindustrie. Sie arbeitet dabei eng mit großen Marken und Herstellern zusammen. 1999 als Multistakeholder-Initiative (MSI) von VertreterInnen der Wirtschafts- und Handelsverbände und einigen NROs gegründet, zählt sie heute 90 Mitgliedsunternehmen, die über Europa verteilt etwa 120 Marken repräsentieren, z.B. Vaude, hempage, Hess Natur, Jack Wolfskin.Die FWF verfolgt die Entwicklungsschritte, denen sich jede Firma in einem 3-jährigen Programm verschreibt und berät und betreut diese professionell. Dabei wird großer Wert auf fachlichen Austausch gelegt, um industrielle Beziehungen zu stärken und die Bemühungen der Mitglieder so effizient wie möglich zu gestalten.

Soziales Siegel mit Geltungsbereich 2, ausschließlich Konfektion

Web

Soziale Kriterien: sehr hohe Standards

Web

  • ILO-Kernarbeitsnormen
  • Existenzsichernde Löhne
  • Schulungen für Management und ArbeiterInnen
  • unabhängige lokale Beschwerdestellen für ArbeiterInnen

Ökologische Kriterien: keine

Web

Effektivität durch Kontrollen: gut vernetzt und prozessorientiert

Web

  • jährlich gestaffelte interne Kontrollen der Zulieferbetriebe, internes Monitoring genannt (bzw. Social Compliance Management System), mithilfe lokaler Audit-Teams, die von FWF ausgebildet werden
  • jährliche Überprüfung der internen Managementsysteme durch FWF, um die Umsetzbarzkeit des FWF-Verhaltenskodex in den Zulieferbetrieben einschätzen zu können (Brand Performance Check)
  • eine externe unabhängige Kontrolle der FWF (Verifizierung) in drei Jahren, die die Umsetzung der Standards in 10% der Betriebe prüft
  • keine von der Organisation unabhängigen Zertifizierungsstellen
  • keine Rückverfolgbarkeit eines Produkts entlang der Lieferkette

Transparenz: gute Ansätze

Web

  • Mitglieder müssen Arbeitspläne vorlegen bzw. festlegen, Jahresberichte veröffentlichen und der FWF eine Liste ihrer Zulieferer zur Verfügung stellen
  • jährliche Infoblätter und Verifizierungsberichte zur Anzahl und Herkunft der Zulieferer der Unternehmen seitens der FWF; Herkunft des Endprodukts jedoch unklar
  • das Produktlabel an Kleidungsstücken wird nach 1-jähriger Mitgliedschaft und Einstufung in die beste Kategorie (‚A‘) beim Brand Performance Check eingeführt; ist jedoch verwirrend, da nicht alle Nähfabriken bis dato den hohen sozialen Standards entsprechen

> zurück zur Übersicht

 

 

Unsere Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben. Die Inhalte basieren auf Texten der Christlichen Initiative Romero und FEMNET e.V. Einige Details stammen aus den Untersuchungen der Arbeiterkammer Oberösterreich bzw. der Bewertung durch BSD Consulting und GET CHANGED! The Fair Fashion Network (Stand 2013).
Die Bewertung der Siegel erfolgt nach subjektiver Einschätzung, vereinfacht dargestellt durch eigens kreierte Symbole, und dient der Orientierung bei der Differenzierung und Klassifizierung der verschiedenen Textilsiegel.
Das Infomaterial dazu ist zu finden unter > Info Platforms

Illustrationen: UTA