Global Organic Textile Standard (GOTS)

gots_223px140px

Der Global Organic Textile Standard (GOTS) – ist seit 2008 das gemeinsame Textilsiegel des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft (IVN/Deutschland), der Soil Association (England), der Organic Trade Association (USA) und der Japan Organic Cotton Association (Japan), die sich auf ein einheitliches Lizenzierungsverfahren geeinigt haben.

Produktlabel für Geltungsbereiche 1 (Ökologie), 2 und 3 (Soziales + Ökologie)

WebWebWeb

Soziale Kriterien: durchschnittlich gute Ansätze

Web

  • ILO-Kernarbeitsnormen
  • begrenzte Arbeitszeiten
  • Ernennung einer Arbeitervertretung
  • keine eindeutige verpflichtende Aussage zu existenzsichernden Löhnen
  • keine Ausbildungsangebote für Management und ArbeiterInnen
  • Internes Monitoring (s.o.)
  • keine unabhängige lokale Beschwerdestelle für ArbeiterInnen
  • Überprüfung und Einhaltung der Kriterien vor Ort durch unabhängige Zertifizierungsstelle; jedoch keine externe Verifizierung durch Multistakeholder-Initiativen unter Einbeziehung lokaler Akteure

Ökologische Kriterien: hoher ökologischer Standard

Web

  • Produkte müssen zu 90% aus Naturfasern bestehen, davon 70% aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft (kbA/kbT)
  • keine Verunreinigung durch konventionelle Produkte und unzulässige Substanzen bei Lagerung und Transport
  • Verbot von genmanipuliertem Saatgut sowie Formaldehyd oder Nanotechnologie
  • Ressourcenschonende Produktion
  • Verpackung nur ohne PVC zulässig
  • Betriebliches Umweltmanagement-Konzept verbindlich
  • Liste mit zugelassenen Farben und Hilfsmitteln, die weder giftig noch umweltschädigend sind
  • Mängel bei den Vorgaben zur Schonung von Wasserressourcen

Effektivität durch Kontrollen: durchschnittlich gute Ansätze

Web

  • Einhaltung der Kriterien in jeder Produktionsstufe (außer der Rohstoffproduktion) werden von unabhängiger Zertifizierungsstelle vor Ort geprüft
  • stichprobenartige Rückstandskontrollen der Textilien durch Umweltlabor
  • vage Management-Audit-Systeme
  • keine ausreichende Einbindung von lokalen Akteuren, Geschwerkschaften und NROs

Transparenz: gut bis sehr gut

Web

  • soziale und ökologische Kriterien sowie deren Überprüfungsverfahren werden veröffentlicht
  • Ergebnisse der Fabrikaudits sowie Namen der Zulieferer werden in einer Datenbank veröffentlicht
  • sämtliche Transportmittel und -wege werden dokumentiert
  • Label an Kleidungsstücken

> zurück zur Übersicht

 

 

Unsere Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben. Die Inhalte basieren auf Texten der Christlichen Initiative Romero und FEMNET e.V. Einige Details stammen aus den Untersuchungen der Arbeiterkammer Oberösterreich bzw. der Bewertung durch BSD Consulting und GET CHANGED! The Fair Fashion Network (Stand 2013).
Die Bewertung der Siegel erfolgt nach subjektiver Einschätzung, vereinfacht dargestellt durch eigens kreierte Symbole, und dient der Orientierung bei der Differenzierung und Klassifizierung der verschiedenen Textilsiegel.
Das Infomaterial dazu ist zu finden unter > Info Platforms

Illustrationen: UTA