Weihnachtsgeschenke und Konsum

Weihnachtsgeschenke und Konsum

Weihnachten naht in großen Schritten und wieder drängt zunehmend die Frage nach den Geschenken. 

Ich schenke gerne und finde die Tradition Anderen durch eine Aufmerksamkeit die Zuneigung auszudrücken und eine Freude zu machen sehr schön. Deshalb wäre ein Weihnachten ohne Geschenke, wie es teilweise von Post-Consumern gefeiert wird, für mich nichts. Aber natürlich steht die Frage im Raum was man schenkt, wie nachhaltig und sozial das Geschenk ist und inwiefern man sich dafür in den Konsumdschungel stürzen muss. Die nächste Frage ist wie viel kann und will ich für die ganzen Geschenke ausgeben und was bekomme ich in diesem Preisrahmen? Ich habe meist das Gefühl, dass sich die Auswahl bei einem machbaren Preis oft auf Ramsch beschränkt, wenngleich UTA letzte Woche einige Perlen für nachhaltige, ästhetische Weihnachtsgeschenke vorgestellt hat.

Aber gibt es eine Alternative zu relativ günstigem Ramsch und teuren, guten Produkten?

Selbstgemacht hat schnell etwas kindliches. Ich erinnere mich an die tropfende Tonvase und das selbst gestrickte Unglück aus dem Werkunterricht, das ich als Kind  meinen Eltern zu Weihnachten geschenkt habe und wie tapfer sie sich gefreut haben. Aber ich glaube nach wie vor, dass etwas selbst gemachtes mehr Seele hat, als ein fertig gekauftes Geschenk. Man investiert Zeit und setzt sich mit dem Geschenk mehr auseinander. Außerdem kann man genauer zurück verfolgen wie nachhaltig das Geschenk ist.

Aber wer kann schon ein eigenes Kleidungsstück entwerfen und umsetzen?

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Deshalb will ich heute Holly McQuillan vorstellen. Sie ist zero-waste Designerin und veröffentlicht alle Schnitte und Anleitungen kostenfrei auf ihrer Seite. So kann jeder relativ einfach ein Designer-Kleidungsstück verschenken oder, wenn man wirklich handwerklich unbegabt ist, könnte auch ein Set aus Material und Schnitt eine gute Idee sein.
Wo man nachhaltige Stoffe finden kann entdeckt ihr am besten auf unserer Seite zu nachhaltigen Stoffen und die zukunftsweisende open-source Kollektion von Holly McQuillan findet ihr auf ihrer Seite: www.hollymcquillan.com oder bei “Make use”. Wahlweise könnt ihr auch gleich das ganze Buch “Zero-Waste Fashion Design” von Holly McQuillan verschenken, das von ELF wärmstens empfohlen wird.
Allerdings muss ich leider dazu sagen, dass man sich auf der Seite ziemlich durchsuchen muss und die Anleitungen oft sehr knapp gehalten sind. Deshalb stelle ich einfach mal ein Kleid vor: Von diesem Kimonokleid findet ihr Anleitungen, den Download für einen A4-Drucker und Bilder.

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